Ein Wertpapierdepot brauchst du, um ETFs und Aktien zu kaufen. 2026 unterscheidet man grob zwischen Neobrokern (sehr günstig, app-basiert) und klassischen Direktbanken (mehr Service, oft etwas teurer). Entscheidend sind die Kosten: kostenlose Sparplan-Ausführung, niedrige oder keine Ordergebühren und keine Depotführungsgebühr. Für reine ETF-Sparer sind Neobroker meist ideal. Deine Anteile sind als Sondervermögen geschützt — unabhängig davon, welcher Broker sie verwahrt.
Bevor der erste ETF ins Depot wandert, brauchst du eines: ein Wertpapierdepot. Die Wahl des Brokers entscheidet über deine laufenden Kosten — und über Jahrzehnte macht das einen spürbaren Unterschied.
Neobroker oder Direktbank?
Grob gibt es zwei Lager. Neobroker sind app-basiert, sehr günstig und auf das Wesentliche reduziert — ideal für ETF-Sparpläne. Direktbanken bieten mehr Service, eine breitere Produktpalette und oft eine Anbindung ans Girokonto, verlangen dafür aber häufiger Gebühren.
Für die meisten, die einfach regelmäßig in einen Welt-ETF sparen wollen, ist ein Neobroker die naheliegende Wahl.
Die drei Kostenposten
Beim Vergleich zählen vor allem drei Gebühren:
- Sparplan-Ausführung: Was kostet die monatliche Sparplan-Order? Idealerweise 0 €. Bei vielen Neobrokern sind ETF-Sparpläne kostenlos — schon ab 1 € im Monat.
- Ordergebühr: Was kostet ein Einmalkauf? Relevant, wenn du größere Beträge auf einmal investierst.
- Depotführung: Manche Banken verlangen eine jährliche Gebühr — gute Anbieter führen das Depot kostenlos.
Der Effekt über die Zeit ist nicht zu unterschätzen: Was du an Gebühren sparst, bleibt investiert und arbeitet mit. Wie stark, zeigt der ETF-Sparplan-Rechner.
Sicherheit: Sondervermögen
Eine häufige Sorge: Was, wenn der Broker pleitegeht? Die Antwort beruhigt. ETF-Anteile sind Sondervermögen — sie gehören rechtlich dir, nicht dem Broker. Eine Insolvenz berührt deine Anteile nicht; sie werden auf ein anderes Institut übertragen. Lediglich Bargeld auf dem Verrechnungskonto fällt unter die Einlagensicherung bis 100.000 €.
Worauf du noch achten solltest
- ETF-Auswahl: Sind die gängigen Welt-ETFs sparplanfähig?
- Teil-Sparpläne & Flexibilität: Rate jederzeit änderbar und pausierbar?
- Verrechnungskonto-Zins: Manche Broker verzinsen Guthaben — ein netter Bonus.
- Regulierung: Sitz und Aufsicht in der EU.
Unser Fazit
Wähle einen Broker mit kostenloser Sparplan-Ausführung, breitem ETF-Angebot und ohne Depotgebühr — dann steht dem Vermögensaufbau nichts im Weg. Wie du den ersten Sparplan einrichtest, steht im ETF-Sparplan-Leitfaden.
Für die meisten ist ein Neobroker mit kostenlosen ETF-Sparplänen die beste Wahl. Achte vor allem auf drei Dinge: kostenlose Sparplan-Ausführung, ein breites Angebot an sparplanfähigen Welt-ETFs und keine Depotführungsgebühr. Dein Geld liegt in beiden Fällen als Sondervermögen sicher — die Insolvenz des Brokers berührt deine ETF-Anteile nicht.
Häufige Fragen
Neobroker oder Direktbank — was ist besser?+
Für reine ETF-Sparpläne sind Neobroker meist die günstigste Wahl: kostenlose Sparplan-Ausführung, keine Depotgebühr, schlanke App. Direktbanken bieten mehr Service, Filialanbindung und ein breiteres Produktangebot, verlangen dafür aber häufig Ordergebühren.
Ist mein Geld beim Broker sicher?+
Ja. ETF-Anteile sind Sondervermögen und gehören rechtlich dir, nicht dem Broker. Geht der Broker pleite, bleiben deine Anteile unberührt und werden übertragen. Nur Bargeld auf dem Verrechnungskonto fällt unter die Einlagensicherung bis 100.000 €.
Worauf sollte ich bei den Kosten achten?+
Auf drei Posten: die Sparplan-Ausführungsgebühr (idealerweise 0 €), die Ordergebühr für Einmalkäufe und eine eventuelle Depotführungsgebühr. Bei vielen Neobrokern sind alle drei kostenlos oder sehr niedrig.
Kann ich mein Depot später wechseln?+
Ja, per Depotübertrag — steuerneutral, da die Anteile übertragen und nicht verkauft werden. Der Wechsel dauert meist zwei bis vier Wochen. Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn dein aktueller Broker hohe Gebühren verlangt.
Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 20. Juni 2026.