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SCHUFA & Bonität verstehen 2026: Der neue Score einfach erklärt

uumsgeld Redaktion Aktualisiert am 11. Juli 2026 ca. 3 Min.
Das Wichtigste in Kürze

Der SCHUFA-Score schätzt, wie wahrscheinlich du deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommst. Seit dem 17. März 2026 gilt ein neues Modell: Statt des alten Basisscores von 0 bis 100 % gibt es jetzt einen Wert auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten — je höher, desto besser die Bonität. Er beruht auf zwölf klar definierten, erstmals öffentlich einsehbaren Kriterien und ersetzt die früheren branchenspezifischen Scores durch einen einzigen Wert für alle. Für günstige Kreditkonditionen solltest du mindestens in der Klasse »gut« ab rund 709 Punkten liegen. In den Score fließen weiterhin nur Zahlungsverhalten und Kreditdaten ein — nicht Einkommen, Vermögen oder Beruf. Deinen aktuellen Score und alle Einflussfaktoren rufst du kostenlos digital ab.

Über kaum eine Zahl ranken sich so viele Halbwahrheiten wie um den SCHUFA-Score. Seit 2026 ist er zum Glück deutlich klarer geworden: Ein neues Modell macht erstmals sichtbar, was den Wert wirklich bestimmt.

Was die SCHUFA ist — und was nicht

Die SCHUFA ist eine private Wirtschaftsauskunftei. Sie sammelt Daten zu deinem Zahlungsverhalten und verkauft Bonitätseinschätzungen an Banken, Händler und Vermieter. Sie ist keine Behörde und hat keinen Zugriff auf dein Konto, dein Einkommen oder dein Vermögen. Gespeichert wird das Verhalten, nicht der Wohlstand.

Der neue Score seit März 2026

Zum 17. März 2026 hat die SCHUFA ihr Bewertungsverfahren grundlegend erneuert. Die wichtigsten Änderungen:

  • Neue Skala 100–999. Der alte Basisscore von 0 bis 100 % ist abgeschafft. Der neue Wert reicht von 100 bis 999 Punkten — je höher, desto besser.
  • 12 transparente Kriterien. Statt über 250 verborgener Merkmale zählen jetzt zwölf klar benannte, öffentlich einsehbare Kriterien.
  • Ein Score für alle. Die früheren branchenspezifischen Scores entfallen — es gibt einen einheitlichen Wert.
  • Kostenloser digitaler Zugang. Du siehst deinen aktuellen Score und die Faktoren, die ihn beeinflussen, jederzeit im Webportal oder in der App.

Was der Punktwert bedeutet

Der neue Score wird in fünf Klassen eingeteilt. Als grobe Orientierung:

KlassePunkte (ca.)Bedeutung
Hervorragendoberste Klassebeste Konditionen
Gutab rund 709günstige Konditionen
Mitteldarunterhöhere Zinsen
Schwach / kritischniedrigKredit oft schwierig

Für günstige Kredite und echte Kreditkarten solltest du mindestens in der Klasse »gut« liegen. Wie stark der Zins von der Bonität abhängt, zeigt der Kreditrechner.

Welche Daten zählen — und welche nicht

Fließt in den ScoreFließt nicht ein
Kredite, Kreditkarten, laufende RatenEinkommen und Vermögen
Girokonten, ZahlungserfahrungenBeruf, Arbeitgeber
Negative Einträge (z. B. titulierte Forderungen)Nationalität, Familienstand
Anzahl paralleler VerpflichtungenKontostand, Sparguthaben

Übergangsphase bis 2028

Wichtig: Der neue Score wird nicht über Nacht überall genutzt. Es gibt eine Übergangsfrist bis Ende 2028, in der Unternehmen ihre Systeme umstellen. Anfangs setzte nur ein Teil der Geschäftskunden den neuen Score ein. In der Zwischenzeit können also noch beide Modelle im Umlauf sein — der Wert, den ein konkreter Anbieter sieht, kann je nach dessen System variieren.

Die häufigsten Mythen

  • »Ein Blick aufs eigene Konto schadet dem Score.« Falsch — deine eigene Selbstauskunft ist neutral und wird Dritten nicht angezeigt.
  • »Wer keine Kredite hat, hat den besten Score.« Nicht unbedingt. Ganz ohne Datenhistorie fehlt der Auskunftei die Grundlage für eine gute Einschätzung.
  • »Jede Konditionsanfrage kostet Punkte.« Nur echte Kreditanfragen zählen. Die neutrale »Anfrage Kreditkonditionen« beim Vergleich beeinflusst den Score nicht.

Warum gute Bonität bares Geld spart

Der Score ist der Hebel für den Zins. Viele Ratenkredite sind bonitätsabhängig — der beworbene »ab«-Zins gilt nur für sehr gute Bonität. Zwischen guter und mittlerer Einstufung liegen bei gleicher Summe schnell mehrere Prozentpunkte, über die Laufzeit hunderte bis tausende Euro.

Einen ausführlichen, laufend gepflegten Überblick bietet der SCHUFA-Erklärer von FLORIN+ — einer Marke der MyWage GmbH und damit transparent aus unserer Gruppe.

In Kürze

  • Seit 17. März 2026: neuer Score auf der Skala 100–999, 12 transparente Kriterien, ein Wert für alle.
  • »Gut« ab rund 709 Punkten — die Schwelle zu günstigen Konditionen.
  • Einkommen und Vermögen fließen nicht ein, nur dein Zahlungsverhalten.
  • Kenne deinen Stand über die kostenlose Selbstauskunft und verbessere ihn gezielt.
Unsere Einschätzung

Seit dem 17. März 2026 hat die SCHUFA ihren Score grundlegend erneuert: Der alte, intransparente Basisscore (0–100 %) ist abgeschafft. An seine Stelle tritt ein Wert von 100 bis 999, der auf nur noch zwölf offen einsehbaren Kriterien beruht — ein einziger Score für alle Branchen. Wichtig in der Übergangszeit bis 2028: Noch nutzen nicht alle Unternehmen den neuen Score. Der größte Gewinn für dich ist die Transparenz: Du siehst jetzt kostenlos, welche Faktoren deinen Wert bestimmen — und kannst gezielt daran arbeiten.

Häufige Fragen

Was hat sich 2026 beim SCHUFA-Score geändert?+

Zum 17. März 2026 wurde der alte Basisscore (0–100 %) abgeschafft. Neu ist eine Skala von 100 bis 999 Punkten, die auf zwölf offen einsehbaren Kriterien beruht — statt über 250 verborgener Faktoren. Zudem gibt es nur noch einen Score für alle Branchen und einen kostenlosen digitalen Zugang zu Score und Einflussfaktoren.

Welcher Punktwert ist gut?+

Der neue Score reicht von 100 bis 999 und wird in fünf Klassen eingeteilt. Für günstige Kreditkonditionen solltest du mindestens in der Klasse »gut« ab rund 709 Punkten liegen; die Bestkonditionen gibt es in der Regel in der obersten Klasse »hervorragend«. Je höher der Wert, desto geringer das eingeschätzte Ausfallrisiko.

Welche Daten zählen — und welche nicht?+

In den Score fließen zwölf klar benannte Kriterien ein, vor allem zu Krediten, Konten und Zahlungsverhalten. Nicht berücksichtigt werden Einkommen, Vermögen, Beruf, Nationalität oder Kontostände. Welche Faktoren deinen Wert konkret beeinflussen, siehst du seit 2026 kostenlos im digitalen SCHUFA-Zugang.

Gilt der neue Score schon überall?+

Noch nicht vollständig. Es gibt eine Übergangsphase bis Ende 2028, in der Unternehmen ihre Systeme umstellen. Anfangs nutzte nur ein Teil der Geschäftskunden den neuen Score, der Anteil wächst laufend. In der Übergangszeit können also noch beide Modelle im Umlauf sein.

Schadet eine Kreditanfrage meinem Score?+

Eine echte Kreditanfrage wird vermerkt, wirkt sich aber nur gering und vorübergehend aus. Nutze bei Vergleichen die Kondition »Anfrage Kreditkonditionen« statt »Anfrage Kredit« — Erstere ist SCHUFA-neutral und beeinflusst den Score nicht.

Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 11. Juli 2026.