Benjamin Graham (1894–1976) gilt als Vater des Value Investing und war der Lehrer von Warren Buffett. Seine Kernideen prägen das Investieren bis heute: die Sicherheitsmarge — man kauft eine Aktie nur, wenn ihr Preis deutlich unter dem geschätzten inneren Wert liegt, um Fehler und Pech abzufedern — und die Allegorie von „Mr. Market“, der täglich schwankende Preise bietet, die man ausnutzen, aber nicht zum Maßstab machen soll. Für den defensiven Anleger empfahl Graham eine einfache, ausgewogene Aufteilung von etwa 50 % Aktien und 50 % Anleihen, mit der Bandbreite, nie unter 25 % oder über 75 % Aktien zu gehen. Sein Buch „The Intelligent Investor“ (1949) nannte Buffett „das beste Buch über Investieren, das je geschrieben wurde“.
Bevor Investieren zur Wissenschaft wurde, war es Spekulation. Benjamin Graham machte daraus eine Disziplin — mit zwei Ideen, die bis heute jeder ernsthafte Anleger kennt.
Die Sicherheitsmarge
Grahams wichtigster Gedanke: Kaufe nur mit Sicherheitsmarge — wenn der Preis deutlich unter dem inneren Wert liegt. Dieser Puffer schützt vor Fehleinschätzungen und Pech. Nicht die perfekte Prognose zählt, sondern der Abstand zum Wert.
Mr. Market
Graham beschrieb den Markt als „Mr. Market” — einen launischen Partner, der dir täglich Preise anbietet, mal euphorisch, mal panisch. Der kluge Anleger nutzt seine Launen, statt sich von ihnen treiben zu lassen: Er kauft, wenn andere in Panik verkaufen.
Der defensive Anleger
Für die meisten empfahl Graham keinen Aktien-Wettbewerb, sondern eine schlichte, ausgewogene Aufteilung: rund 50 % Aktien, 50 % Anleihen, mit der Regel, nie unter 25 % oder über 75 % Aktien zu gehen. Diese Balance nimmt Emotion aus dem Spiel — heute leicht mit ETFs umsetzbar. Probier sie im Strategie-Simulator.
Das Erbe
Grahams „The Intelligent Investor” (1949) prägte Generationen — allen voran seinen Schüler Warren Buffett, der es „das beste Buch über Investieren” nannte. Seine Prinzipien sind zeitlos, weil sie nicht über Märkte, sondern über menschliches Verhalten handeln.
In Kürze
- Sicherheitsmarge: deutlich unter Wert kaufen — Puffer gegen Fehler.
- Mr. Market: die Launen des Marktes nutzen, nicht nachahmen.
- Defensiv 50/50: ausgewogen, diszipliniert, emotionslos.
- Grundlage für Buffett und das moderne Value Investing.
Benjamin Graham hat das Investieren zur Disziplin gemacht. Seine zwei bleibenden Ideen: die Sicherheitsmarge (nur kaufen, wenn der Preis deutlich unter dem inneren Wert liegt) und „Mr. Market“ (der Markt ist ein launischer Geschäftspartner, den du nutzen, aber nicht nachahmen sollst). Für den defensiven Anleger empfahl er eine schlichte, ausgewogene Aufteilung von rund 50 % Aktien und 50 % Anleihen. Sein Werk ist die Grundlage, auf der Buffett aufbaute — und seine Grundsätze sind zeitlos.
Häufige Fragen
Was ist die Sicherheitsmarge?+
Der Abstand zwischen dem Preis, den du zahlst, und dem geschätzten inneren Wert einer Anlage. Kaufst du deutlich unter Wert, hast du einen Puffer gegen Fehleinschätzungen, Pech und schlechte Zeiten. Die Sicherheitsmarge ist Grahams wichtigstes Konzept — Risikomanagement statt Prognose.
Wer ist „Mr. Market“?+
Grahams Bild für den Aktienmarkt: ein launischer Geschäftspartner, der dir jeden Tag Preise anbietet — mal euphorisch hoch, mal panisch niedrig. Der kluge Anleger nutzt seine Launen (kauft, wenn Mr. Market verzweifelt verkauft), lässt sich aber nicht von ihnen anstecken.
Ist Grahams Ansatz heute noch aktuell?+
Die Prinzipien ja — Sicherheitsmarge, Disziplin, emotionale Distanz sind zeitlos. Die konkrete Kennzahlen-Suche nach „Schnäppchen“ ist im heutigen, effizienteren Markt schwerer geworden. Für die meisten ist die defensive, breit gestreute Umsetzung (heute mit ETFs) der praktikable Weg.
Wie hängt Graham mit Buffett zusammen?+
Graham war Buffetts Professor und Mentor. Buffett übernahm die Sicherheitsmarge und die emotionale Disziplin, entwickelte den Ansatz aber weiter — vom Kauf billiger Aktien hin zu großartigen Unternehmen zu fairem Preis. Ohne Graham gäbe es Buffett nicht.
Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 11. Juli 2026.