Festgeld bindet dein Geld für eine feste Laufzeit zu einem garantierten Zins — anders als beim variablen Tagesgeld. 2026 liegen die besten Angebote rund um 3 % p. a., je nach Laufzeit. Es eignet sich für Beträge, die du planbar eine Weile nicht brauchst, und gibt dir Zinssicherheit. Der Nachteil: Während der Laufzeit kommst du in der Regel nicht an das Geld. Einlagen sind EU-weit bis 100.000 € pro Bank geschützt; auf Zinsen fällt Abgeltungssteuer an, bis 1.000 € pro Person sind sie steuerfrei.
Festgeld ist der ruhige Gegenpol zum Aktienmarkt: Du legst einen Betrag für eine feste Laufzeit an und bekommst dafür einen garantierten Zins — ganz ohne Kursschwankungen. 2026 lohnt sich das wieder, wenn du weißt, worauf es ankommt.
Was ist Festgeld?
Beim Festgeld (auch Termingeld) bindest du dein Geld für eine vereinbarte Laufzeit, oft zwischen einem und zehn Jahren. Der Zinssatz steht von Anfang an fest und ändert sich während der Laufzeit nicht — anders als beim Tagesgeld. Dafür kommst du in der Regel erst am Ende der Laufzeit wieder an dein Geld.
Festgeld oder Tagesgeld?
Die Entscheidung hängt davon ab, wann du das Geld brauchst und wie sich die Zinsen entwickeln. Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zins aber variabel. Festgeld bietet einen festen Zins, bindet das Geld aber. Für den Notgroschen ist Tagesgeld richtig; für planbar länger nicht benötigte Summen kann Festgeld den besseren, weil garantierten Zins bieten.
Die Zinstreppe
Ein bewährter Trick gegen das Bindungsrisiko: Verteile deine Summe auf mehrere Laufzeiten — zum Beispiel je ein Drittel auf ein, zwei und drei Jahre. So wird regelmäßig ein Teil frei, den du flexibel nutzen oder zu dann aktuellen Konditionen neu anlegen kannst. Das mildert das Risiko, den gesamten Betrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu binden.
Einlagensicherung & Steuern
Deine Einlagen sind EU-weit bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Bei größeren Summen lohnt die Verteilung auf mehrere Institute.
Auf die Zinsen fällt Abgeltungssteuer von 26,375 % an. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleiben Erträge steuerfrei — Freistellungsauftrag nicht vergessen.
So rechnest du dein Festgeld durch
Wie viel am Ende herauskommt, hängt von Betrag, Laufzeit und Zins ab — und vom Zinseszins, wenn die Erträge mitverzinst werden. Probier dein Szenario im Festgeld-Rechner aus und vergleiche verschiedene Laufzeiten.
Häufige Fehler
- Zu lange Laufzeit wählen, obwohl steigende Zinsen möglich sind.
- Geld binden, das man kurzfristig doch braucht — Festgeld ist nicht vorzeitig verfügbar.
- Den Freistellungsauftrag vergessen und unnötig Steuer zahlen.
- Die Einlagensicherung bei großen Summen übersehen.
Festgeld ist sinnvoll für Geld, das du über einen klar planbaren Zeitraum sicher nicht brauchst — du bekommst dafür einen garantierten Zins. Wähle die Laufzeit nicht zu lang, wenn steigende Zinsen möglich sind, und verteile größere Summen mit einer Zinstreppe auf mehrere Laufzeiten. Für jederzeit verfügbares Geld bleibt Tagesgeld die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?+
Beim Festgeld ist der Zins für die gesamte Laufzeit fest und das Geld gebunden. Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zins aber variabel. Festgeld bietet Planungssicherheit, Tagesgeld Flexibilität.
Welche Laufzeit ist beim Festgeld sinnvoll?+
Das hängt von deiner Zinserwartung ab. Erwartest du fallende Zinsen, sichert eine längere Laufzeit den aktuellen Satz. Bei möglichem Zinsanstieg sind kürzere Laufzeiten oder eine Zinstreppe (Aufteilung auf mehrere Laufzeiten) flexibler.
Wie sicher ist Festgeld?+
Einlagen sind innerhalb der EU bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert. Bei größeren Summen lohnt die Verteilung auf mehrere Banken. Bei ausländischen Anbietern auf das nationale Sicherungssystem achten.
Muss ich Festgeld-Zinsen versteuern?+
Ja. Auf Zinsen fällt Abgeltungssteuer von 26,375 % (inkl. Soli, ggf. plus Kirchensteuer) an. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr bleiben Erträge mit Freistellungsauftrag steuerfrei.
Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 20. Juni 2026.