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Notgroschen 2026: Wie viel Reserve du brauchst — und wohin damit

uumsgeld Redaktion Aktualisiert am 20. Juni 2026 ca. 3 Min.
Das Wichtigste in Kürze

Der Notgroschen ist eine jederzeit verfügbare Reserve für ungeplante Ausgaben — kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, Jobverlust. Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Single mit sicherem Job: eher drei; Familie oder schwankendes Einkommen: eher sechs. Der richtige Ort ist ein Tagesgeldkonto: täglich verfügbar, kein Kursrisiko und EU-weit bis 100.000 € pro Bank gesichert. Der Notgroschen kommt vor dem Investieren — erst Sicherheit, dann Vermögensaufbau.

Notgroschen 2026: Wie viel Reserve du brauchst — und wohin damit

Bevor du auch nur einen Euro investierst, braucht dein Geldplan ein Fundament: den Notgroschen. Er ist langweilig, unspektakulär — und der wichtigste Baustein finanzieller Sicherheit.

Was ist der Notgroschen?

Der Notgroschen ist eine jederzeit verfügbare Reserve für ungeplante, größere Ausgaben: die kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur, eine Nachzahlung — oder im Ernstfall ein Jobverlust. Seine einzige Aufgabe ist, im richtigen Moment da zu sein, damit du keine teuren Schulden machen oder dein Depot zur Unzeit verkaufen musst.

Wie viel ist sinnvoll?

Die Faustregel lautet drei bis sechs Monatsausgaben — gemessen an deinen Ausgaben, nicht an deinem Einkommen.

  • Eher drei Monate: Single, sicherer Job, planbare Ausgaben.
  • Eher sechs Monate: Familie, Wohneigentum, selbstständig oder schwankendes Einkommen.

Rechne also zuerst aus, was du pro Monat wirklich brauchst (Miete, Versicherungen, Lebenshaltung), und multipliziere.

Wohin mit dem Notgroschen?

Der richtige Ort ist ein Tagesgeldkonto. Es erfüllt die drei Bedingungen, auf die es ankommt:

  • Verfügbar: Du kommst täglich an dein Geld.
  • Sicher im Wert: kein Kursrisiko wie bei Aktien oder ETFs.
  • Geschützt: Einlagen sind EU-weit bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert.

Was nicht passt: Aktien oder ETFs. Sie können genau dann im Minus stehen, wenn du das Geld brauchst. Wie viel dein Notgroschen auf dem Tagesgeld an Zinsen bringt, zeigt der Tagesgeld-Rechner; worauf es bei der Kontowahl ankommt, steht im Tagesgeld-Ratgeber.

So baust du ihn auf

  1. Monatsbedarf bestimmen — was kostet dein Leben pro Monat?
  2. Zielbetrag festlegen — drei bis sechs Monatsausgaben.
  3. Schritt für Schritt sparen — ein fester Betrag pro Monat aufs Tagesgeld, bis das Ziel steht.
  4. Nach Nutzung wieder auffüllen — der Notgroschen ist kein Sparziel, sondern ein Dauerzustand.

Erst Sicherheit, dann Rendite

Der Notgroschen kommt vor dem ersten ETF-Sparplan. Erst wenn diese Reserve steht, investierst du das Geld, das du langfristig (10+ Jahre) nicht brauchst — dann mit ruhiger Hand und ohne Angst vor dem nächsten Kassensturz.

Unsere Einschätzung

Der Notgroschen ist das Fundament jeder Geldplanung — vor dem ersten ETF. Drei bis sechs Monatsausgaben gehören auf ein Tagesgeldkonto: sicher, jederzeit verfügbar und gesetzlich geschützt. Bau ihn Schritt für Schritt auf, fülle ihn nach jeder Nutzung wieder auf, und investiere erst danach das, was du langfristig nicht brauchst.

Häufige Fragen

Wie viel Notgroschen brauche ich?+

Drei bis sechs Monatsausgaben (nicht Einnahmen). Wer einen sicheren Job und planbare Ausgaben hat, kommt mit drei Monaten aus; bei Familie, Eigentum oder schwankendem Einkommen sind sechs Monate sinnvoller.

Wohin mit dem Notgroschen?+

Auf ein Tagesgeldkonto. Es ist täglich verfügbar, schwankt nicht im Wert und ist EU-weit bis 100.000 € pro Bank gesetzlich abgesichert. Nicht in Aktien oder ETFs — die können genau dann im Minus sein, wenn du das Geld brauchst.

Notgroschen oder lieber investieren?+

Zuerst der Notgroschen. Er verhindert, dass du bei einer unerwarteten Ausgabe Schulden machst oder dein Depot zur Unzeit verkaufst. Erst wenn die Reserve steht, fließt Geld in den langfristigen Vermögensaufbau.

Sollte der Notgroschen mit der Inflation mitwachsen?+

Ja, indirekt: Da er sich an deinen Monatsausgaben bemisst, steigt er automatisch, wenn deine Lebenshaltungskosten steigen. Prüfe die Höhe einmal im Jahr und passe sie bei Bedarf an.

Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 20. Juni 2026.