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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen und der ETF-Weg

uumsgeld Redaktion Aktualisiert am 20. Juni 2026 ca. 3 Min.
Das Wichtigste in Kürze

Die Altersvorsorge in Deutschland ruht auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Vorsorge. Weil die gesetzliche Rente das frühere Einkommen meist nur teilweise ersetzt, entsteht eine Rentenlücke, die du privat schließen solltest. Für die meisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan der effizienteste Weg — flexibel, günstig und renditestark. Ergänzend lohnen sich die betriebliche Altersvorsorge (mit Arbeitgeberzuschuss) und das neue, staatlich geförderte Altersvorsorgedepot mit freier ETF-Wahl.

Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen und der ETF-Weg

Die Rente ist weit weg — bis sie es plötzlich nicht mehr ist. Wer früh anfängt, hat den mit Abstand größten Hebel: die Zeit. Hier ist der Überblick, wie Altersvorsorge 2026 funktioniert und welcher Weg für die meisten der beste ist.

Die drei Säulen

Das deutsche Vorsorgesystem ruht auf drei Säulen:

  • Gesetzliche Rente: die Basis, finanziert über Beiträge. Sie ersetzt aber nur einen Teil deines früheren Einkommens.
  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV): über den Arbeitgeber, oft mit Zuschuss und Steuervorteilen.
  • Private Vorsorge: dein eigener Aufbau — heute meist am effizientesten über ETFs.

Die Rentenlücke

Die Differenz zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente ist die Rentenlücke. Sie zu kennen ist der erste Schritt. Wie viel du zurücklegen musst, um sie zu schließen, hängt von Lücke, Zeit und Rendite ab — durchspielen kannst du das mit dem ETF-Sparplan-Rechner und für die Auszahlungsphase mit dem Entnahmeplan-Rechner.

Der ETF-Weg

Für die allermeisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan der einfachste und günstigste Weg der privaten Vorsorge: flexibel, transparent und über lange Zeiträume renditestark. Du brauchst kein Vorwissen — ein einziger Welt-ETF genügt. Die Grundlagen erklärt der ETF-Sparplan-Leitfaden.

Der Steuerrahmen hilft dir dabei: Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr bleiben Erträge steuerfrei.

Das neue Altersvorsorgedepot

2026 löst ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot die alte Riester-Rente ab. Es kombiniert eine Zulage auf deine Einzahlungen mit der freien Wahl günstiger ETFs — die Auszahlung erfolgt erst im Alter und ist dann steuerpflichtig. Für förderberechtigte Sparer eine prüfenswerte Ergänzung zum freien ETF-Depot.

Betriebliche Altersvorsorge prüfen

Zahlt dein Arbeitgeber einen Zuschuss zur bAV, ist sie oft attraktiv: Beiträge gehen aus dem Bruttogehalt und sparen Steuern und Sozialabgaben. Die Qualität der Verträge schwankt jedoch — vergleiche die Konditionen, bevor du abschließt.

Der wichtigste Hebel: früh anfangen

Egal welchen Weg du wählst — der Zinseszins braucht Zeit. Wer mit 25 statt mit 40 beginnt, muss für dasselbe Ergebnis nur einen Bruchteil sparen. Fang klein an, aber fang an.

Unsere Einschätzung

Die gesetzliche Rente allein wird für die meisten nicht reichen — die Rentenlücke schließt du am besten selbst. Für die allermeisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan der einfachste und kostengünstigste Weg der privaten Vorsorge. Prüfe zusätzlich die betriebliche Altersvorsorge (oft mit Arbeitgeberzuschuss) und das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot. Wichtig ist vor allem: früh anfangen.

Häufige Fragen

Reicht die gesetzliche Rente aus?+

Für die meisten nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil des letzten Nettoeinkommens. Die Differenz — die Rentenlücke — solltest du durch betriebliche und private Vorsorge schließen.

Ist ein ETF-Sparplan zur Altersvorsorge geeignet?+

Ja, für die meisten ist er der einfachste und kostengünstigste Weg. Über lange Zeiträume gleicht ein breit gestreuter Welt-ETF Schwankungen aus und liefert historisch eine attraktive Rendite. Wichtig ist ein langer Anlagehorizont und Durchhaltevermögen in Krisen.

Was ist das Altersvorsorgedepot?+

Ein staatlich gefördertes Depot mit freier ETF-Wahl, das die starre Riester-Rente ablöst. Einzahlungen werden bezuschusst, die Auszahlung ist erst ab einem bestimmten Alter möglich und dann steuerpflichtig. Es kombiniert Förderung mit den Vorteilen einer ETF-Anlage.

Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge (bAV)?+

Oft ja — besonders, wenn dein Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt. Beiträge gehen aus dem Bruttogehalt und sparen Steuern und Sozialabgaben. Achte auf die Konditionen des angebotenen Vertrags; nicht jede bAV ist gleich gut.

Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 20. Juni 2026.